“Der Körper und der ganze Rest”

Konzept/Text/Performance: Katja Wachter
Dauer: 20 min

Ich bin gar nicht hier.
Wirklich- ich bin gar nicht hier.
Eigentlich steh ich da drüben.
Das, was hier ist, ist eine Projektion. Schatten, Spiegelbild, solche Dinge.
Unsubstanz; wenn man sie anfasst, berührt man nur die Fläche darunter, nicht die Sache selbst.
Ein Gesicht, das sich wie Asphalt anfühlt, Beine aus Karton, Rippen gebrochen von Sonnenstrahlen…


Der Mensch in der Krise: Was ist eigentlich das Ich und was ist noch davon übrig geblieben?
In drei Texten, die sich mit der Orientierungslosigkeit angesichts des Zuviel in der heutigen Gesellschaft beschäftigen, werden verschiedene Stadien einer körperlich-geistigen Verwirrung sichtbar bzw. unsichtbar gemacht. Textkörper trifft auf Körpersprache.
Es entsteht eine Kommunikation zwischen Bewegung und Worten, eine Kommunikation die durch Fragmentierung, Abtrennung und gegenseitige Manipulation geprägt ist.
Ansprechpartner ist man selbst, die Welt und Gott, denn irgendeiner muss ja verantwortlich sein. Die Frage nach dem Sein oder Nichtsein ist immer noch nicht geklärt.

Diese Soloperformance entstand im Rahmen von „Text im Süden. Lesungen und mehr…“ und wurde am 3.4.09 im Kunstpavillon (alter Botanischer Garten München) uraufgeführt.

 
     
 

The Body and all the rest

Concept/Text/Performance: Katja Wachter

From where? Where to?
Passing by? Checking in? Stopping over? Taking off? Moving on? Stepping through? Running out? Of time? Go ahead! Fall behind!
Should I stay or be?
Where to be or not to be decides anybody else but me.
The expert of running in place, roads curling up all around me and inside me.
Inside out, running, keep on moving, don´t. Stop. Now.


The human being and the big dilemma: What is the “I” and what is left of it? Three texts, which deal with the loss of orientation in our overloaded society, show the different degrees of a physical and mental confusion between body and language.
A strange communication develops out of movements and words, a communication, which is determined by fragmentation, separation and mutual manipulation.
Counterpart is the self, the world and god, because somebody has to be responsible.
The question whether to be or not to be is still not answered.

 
     
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